UTE FRIEDERIKE SCHERNAU

geboren 1978 in Essen

lebt und arbeitet in Münster

_MG_0020_Frau Schernau

»Ausgehend von der Idee, dass wir ohnehin immer Zusammenhänge herstellen zwischen dem äußeren Erscheinungsbild des Körpers und der Nahrung, die wir uns einverleiben, visualisiere ich gemeinsam mit meinen Modellen Gedanken, die sich Menschen, die nicht zum hungernden Teil der Weltbevölkerung gehören, zum Thema Essen machen.

Zum einen hängen diese teilweise abwegigen Vorstellungen stark mit dem gängigen Schlankheitsideal und dem Wunsch nach Attraktivität zusammen. Zum anderen stellt Essen als naturnaher Stoff einen Bezug zu den Lebensprozessen, wie Erhalt und Verfall des Körpers, her.

Wir leben in einer Zeit, in der die Werbung für immer synthetischere Lifestyleprodukte vorgaukelt, dass Essen hauptsächlich dem Genuss und dem Erlangen eines Traumkörpers dient. Neben der weiter fortschreitenden Technisierung der Nahrungsproduktion entstehen auch Trends zu besonders naturbelassenen Nahrungsmitteln.«

www.ute-friederike-schernau.de

Advertisements

JAN VAN IJKEN

geboren 1965 in Amersfoort, Niederlande

lebt und arbeitet in Leiden, Niederlande.

Fotograaf/filmmaker Jan van IJken

»Jan van IJken has searched for an answer to the questions ‚What is an animal’s life worth in the Netherlands?‘ and ‚Why do we have animal ambulances and canine psychologists, and at the same time pen up millions of chickens with clipped beaks in a coop?‘ The factory farming industry uses animals to manufacture an edible product, but animals are also used in genetic and other scientific research. However, people sometimes display a bizarre affection for their own pets or for animals in general. This results in everything from shows with ‘dolled up’ animals to workshops on cow cuddling and pet cemeteries.«

www.janvanijken.com

ILLIAN SAGENSCHNEIDER

geboren 1971 in Gelsenkirchen

lebt und arbeitet in Essen.

illian_sagenschneider_portrait_460

»Im alten Ägypten oder in der Kultur der Maya wurden bestimmte Pflanzen als heilig verehrt und geachtet. Heute ist der Blickwinkel ein rein ökonomischer. Durch massive Manipulationen – vom Pestizideinsatz über Bestrahlung bis hin zum Eingriff ins Erbgut – wird versucht Ertrag, Lagerfähigkeit & Verkaufswert zu erhöhen«.

GIUSEPPE FIORE

geboren 1985 in Neapel, Italien

lebt und arbeitet in München

Giuseppe Fiore

»Die Verpackung ist der Inhalt«

www.giuseppefiore.org

FABIAN FONTAIN

geboren 1986 in Dachau

lebt und arbeitet in Weimar.

»Der von den Ländern der westlichen Hemisphäre vorgelebte Wohlstand und der damit einhergehende Fleischkonsum zu unsagbar günstigen Preisen, die in keiner Relation mehr stehen, lässt sich größtenteils durch die intensive Ausbeutung von ärmeren Menschen und den sich deutlich unterscheidenden Lebensstandard der weniger wohlhabenden Staaten halten. Des Einen Leid ist des Anderen Wohl.«

www.fabianfontain.de

ANNA SCHULZ-PITSCH

geboren 1985 in Düsseldorf

lebt und arbeitet in Weimar.

portrait01

»Das Alles, beeindrucken, blenden, blinzeln, bunt, die Dinge, einkaufen, erfüllen, erkennen, festhalten, finden, glänzend, das Glück, der Halt, die Hülle, der Hunger, die Identität,
der Inhalt, Junkfood, der Konsum, konsumieren, das Label, die Marke, der Müll, nichts, das Phänomen, die Sehnsüchte, die Träume, Überbleibsel, die Verpackung, das Versprechen, verschwinden, wählen, das Wahre, die Ware, wegschmeißen, das Wesentliche, die Wünsche.«

www.annaschulzpitsch.de

BARBARA RAPP

geboren 1972 in Klagenfurt, Österreich

lebt und arbeitet in Velden, Österreich

»Wenn magersüchtige Party-Girls von monströsen Silikon-Titten träumen und sich unter Zwangsernährung die Seele aus dem Leib kotzen, haben wir noch lange nicht genug!
Meine Vision: Wer einen Punkt „Ausbeutung“ kauft, hat zwei Punkte „Rückvergütung“ zu leisten. Würde das unsere Kaufentscheidung oder gar Lebenseinstellung beeinflussen?«

www.barbara-rapp.com

CAROLIN WEINERT

geboren 1979 in Leipzig

lebt und arbeitet in Leipzig

»Er würgte eine Klapperschlang, bis ihre Klapper schlapper klang.«
Heinz Erhardt

 

www.carolinweinert.de

BIANCA KENNEDY

geboren 1989 in Leipzig

lebt und arbeitet in München

»Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Nahrung und Liebe sind nicht nur nach Maslow notwendig zum glücklichen Leben und zur Selbstverwirklichung der eigenen Träume. Dass hierbei Sexualität und der Wunsch nach Nähe ähnlich wichtig sind, wie die Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse nach Schlaf und ausreichend Wasser, braucht man nicht weiter zu erklären. Wenn diese Befriedigung aber überhand nimmt und ins Maßlose, fast schon Süchtige abdriftet, ist nicht nur die Moral in Gefahr. Besonders in der westlichen Welt, in der Supermärkte mehr Essen wegschmeißen, als verkaufen, und emotionale Liebe dank YouPorn mit körperlicher Autoerotik substituiert wird, ist die Konsumfreudigkeit oft nur noch mit Zügellosigkeit beschreibbar.«

 

www.biancakennedy.com

MARCUS GÜNTHER

geboren 1967 in Solingen

lebt und arbeitet in Düsseldorf

»In meinen Arbeiten verfolge ich den scheinbar utopischen Gedanken an eine bessere Welt. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist die Sehnsucht, welche uns heimsucht, weil wir uns selbst das Vertrauen entzogen haben, als Subjekte einer Vervollkommnung dieser Welt zu gelten. Der fantastische Glaube an eine gerechte Welt durch das Einschreiten einer höheren Macht, gibt uns die Hoffnung, welche wir scheinbar brauchen.

Ich mache mich auf die Suche nach dem Verstand, dem Sinn der Existenz, der offensichtlich in unserer Zeit verloren gegangen ist. Meine Arbeiten beschreiben den Beginn eines Irrwegs einer durch Vorurteile gezeichneten Gesellschaft. Die einzelnen Werke stehen für das, was uns durch das Huldigen an einen multimedialen Glauben verborgen bleibt. Der Ursprung meiner Arbeiten findet sich in meinen audiovisuellen Erfahrungen, z.B. aus Filmen, Fotos, Berichten, Worten, Musik und Träumen. Aus der Selektion und Kombination eben dieser Wahrnehmungen entstehen meine Bilder. Vorhanden sind Tragödie, Zustimmung und Revolte, scheinbar Banales und Ausgefallenes.

Meine Momentaufnahmen sind immer auch Zeugnisse vom eigenen, inneren Steinbruch, auf dem sich Körper, Linien und Flächen imaginierter Traumwelten abbilden.
Ich vermische Traum und Wirklichkeit, scheinbare Widersprüche füge ich zusammen. Jedes noch so unscheinbare Detail wird zur Zünd- oder Nabelschnur.

Die unfassbare Vielfalt von Eindrücken lässt hierbei immer wieder Neues erwachsen, weil das Ganze nicht darstellbar ist, bleibt noch viel zu sagen…«

.

www.marcusguenther-art.com

Advertisements